Brennweiten Berechnung / Belichtungszeiten Berechnung
Liebe Freunde der Astrofotografie
Habt ihr euch mal gefragt, wie ihr die perfekte Belichtungszeit und Brennweite berechnen könnt?
ICH ZEIGE ES EUCH!
Astrofotografen arbeiten gerne mit der Faustformel 300/Brennweite, diese gilt für Kleinbildformat-Sensoren. Wenn du eine APS-C-Kamera hast, im (Englischen Advanced Photo System) oder eine Kamera mit MFT-Sensoren im Englischen Micro Four Thirds dann gilt.
300/ (Cropfaktor 1,6 der Kamera x Brennweite).
Brennweiten-Umrechnungsfaktor (oder Crop – Faktor, das 1,6-Fache. Das wiederum bedeutet, dass eine Canon APS-C-Kamera mit einem 50 mm Objektiv das gleiche Gesichtsfeld hat wie das eines 80 mm Objektivs.
Hier ein Beispiel: (50 mm x 1,6 80 mm)
Meine Canon 1200D EOS
Details: CMOS-Sensor APS-C 22,5 x 15,0 mm (Cropfaktor 1,6) 18,7 Megapixel (physikalisch) und 18,0 Megapixel (effektiv)
Erklärung:
Micro Four Thirds ist ein weiteres beliebtes Format, besonders bei Fotografen, die Wert auf Mobilität legen. Es ist etwa 17,3 × 13 mm groß und entspricht damit einem Crop-Faktor von 2. Diese Sensoren sind noch kleiner als APS-C, was zu extrem kompakten Kameragehäusen und Objektiven führt.
Ein APS-C-Sensor ist ein Bildsensor, der in vielen digitalen Kameras verwendet wird, sowohl in spiegellosen Kameras als auch in DSLRs. Der Begriff! APS steht für Advanced Photo System. Ein APS-C-Sensor ist im Vergleich zu einem Vollformat-Sensor kleiner, das bedeutet, dass er einen kleineren Bildausschnitt erfasst.
Die maximale Belichtungszeit beträgt nach der NPF-Regel unter den ausgewählten Rahmenbedingungen 537,7 Sekunden. Wir runden mal auf 537s, also knapp 9h Aufnahme insgesamt, was die Canon 1200D EOS leisten kann, mit Akkus, OHNE AKKUDUMMY, finde ich sehr gut, zumal meine längste Belichtungszeit 4h war. Wenn ihr ein Akkudummy besitzt, dann könnt ihr auch noch länger eine Belichtung durchführen. Was noch benötigt wird, ist eine Powerstation, diese muss mindestens 600Wh haben.
Was ihr noch braucht, ist ein Stativ und eine Nachführung für den Himmel. Für Leute, die gerade erst mit der Astrofotografie beginnen, würde ich den Omegon LX3 empfehlen, der wie eine Eieruhr funktioniert. Ich hatte ihn schon, er hat mir sehr viel Freude bereitet. Die Bilder waren der Hammer, allerdings muss ich dazu sagen, dass der Omegon nur 60 Minuten belichten kann, was ich schade finde.
Meine Powerstation ist ein SinKeu Solargenerator mit 600Wh Leistung, AC/USB A&C/12V DC Ausgängen. Die Powerstation kostet rund 300 Euro bei Amazon. Diese Powerstation ist perfekt und überall mitzunehmen. Sie funktioniert einwandfrei und ist sehr leise. Ihr könnt euer Akkudummy benutzen oder ein Wärme objektiv, das steckt ihr einfach in die 12v 2,4 A Buchse sowie das Kabel vom Akkudummy, den Stecker steckt ihr in den AC-Output und los gehts!
Beispiel:
Faustformel 300/ (Cropfaktor 1,6 der Kamera x Brennweite). APS-C Kamera
70 mm Brennweite: 4 Minuten Belichtungszeit
100 mm Brennweite 3 Minuten Belichtungszeit
135 mm Brennweite 2 Minuten Belichtungszeit
200 mm Brennweite 1 Minute Belichtungszeit

Wenn Ihr mit mir die Begeisterung zur Astrofotografie auch teilt und begeistert seid, dann würde ich mich freuen, wenn Ihr einige Kommentare dalassen würdet. Ich versuche, diese so schnell wie möglich zu beantworten.
Vielen Dank an die Leserinnen und Leser! Ich freue mich, euch hier auf meiner Webseite begrüßen zu dürfen und freue mich über Kommentare!